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Wir sind die Evangelische Kirchengemeinde Ölbronn-Kleinvillars
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Advent - Sitten und Bräuche
Wenn Sie diese Zeilen lesen, beginnt schon die Adventszeit.
Advent (lat.: adventus) bedeutet Ankunft. Advent ist die Zeit freudiger Erwartung, die geistige und seelischen Vorbereitung auf das christliche Hochfest des Jahres, die Geburt Jesus Christus.
So sagt uns beispielsweise der Wochenspruch zum 4. Advent:
Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich:
Freuet euch! Der Herr ist nahe! (Phil 4, 4-5)
Auch beginnt mit dem 1. Adventssonntag das neue Kirchenjahr. Die Adventszeit, mit ihren vier Sonntagen vor Weihnachten, endet mit dem Sonnenuntergang am 24. Dezember, dem Heiligen Abend. Ja, und spätestens dann finden wir wieder Ostereier und Schokoladenhasen in den Supermarktregalen…
Adventsfasten: Viele Sitte und Bräuche sind über die Jahrhunderte entstanden und auch wieder verschwunden. So dürfte das Adventsfasten wohl den wenigsten unter uns bekannt sein. Vom 11. November bis zum 24. Dezember oder auch 6. Januar sollte in der katholischen Kirche an drei oder auch fünf Wochentagen gefastet werden. Jetzt wissen wir auch, warum am 11. November in vielen Familien die Martinsgans gegessen wird. Damit haben sich die Leute damals nochmal mit Fleisch sattgegessen. Während den Fastenwochen gab es auch keine öffentlichen Feste oder Hochzeiten.
Adventsklopfen: Kinder gingen in der Adventszeit, ausgerüstet mit kleinen Hämmerchen und Ruten, durch die Ortschaft um gegen die Türen der Leute zu schlagen. Sie sangen dabei ein Weihnachtslied und baten an den Türen um Plätzchen, Nüsse oder auch Geld.
Advents-Türschmuck: Immer noch weit verbreitet ist es, während der Adventszeit Mistelzweige an der Haustür anzubringen. Die Mistel, Symbol für die Unsterblichkeit, soll alle Besucher begrüßen.
Adventsblasen: Die Adventsbläser sind in der Kirche, auf dem Kirchturm oder auf öffentlichen Plätzen und Weihnachtsmärkten zu finden. Sie wollen mit ihrer Musik Jesus Christus auf die Erde herabrufen und schenken uns Momente zur Besinnung, zum Innehalten. Oft geben die Bläser auch bei Adventssingen in den Gemeinden mit den Ton an.
Adventskalender: Wohl zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden in evangelischen Familien Zählhilfen oder Adventszeitmesser für die Kinder. Kreidetafeln mit Strichen, einfache Abreißkalender, Wandbilder oder auch Kerzen. Daraus hat sich bis heute eine Vielzahl von gedruckten und mit Süßigkeiten gefüllten Varianten entwickelt. Deren Ursprung geht auf einen Münchner Verleger zurück der zuerst für private Zwecke solche Kalender produziert hat.
Adventskranz: Die Idee zu einem Adventskranz hatte Pfr. Hinrichs in Hamburg. Er ließ sich 1839 in die von ihm betreute diakonische Einrichtung ein großes Wagenrad bringen und steckte 19 kleine und 4 große Kerzen darauf. Die kleinen Kerzen standen für die Wochentage, die großen für die Sonntage. An jedem Tag versammelte man sich zur abendlichen Besinnung, Pfr. Hinrichs erzählte eine Geschichte aus der Bibel und es wurde eine weitere Kerze entzündet. So konnte jedes Kind mit einem Blick feststellen, wie lange es noch bis Weihnachten war.
Der Kranz wurde mehr und mehr in die häusliche Gestaltung der Adventszeit mit übernommen und war bald darauf in vielen evangelischen Häusern zu finden. Als Holzreif mit Tannenreisig umflochten und mit 4 Kerzen bestückt. Später, nach 1920, wurde dieser Brauch auch in den katholischen Gegenden übernommen. Wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie mal einen Adventskranz mit 6 Kerzen sehen sollten. Da hat sich niemand verzählt, das ist die Variante der orthodoxen Kirche – aber das ist eine andere Geschichte…
Mehr Infos unter:
www.evangelisch.de/themen/evangelischde-advent-2025
Walter Meffle





