Herr, unser Gott, dein ist die Zeit dieser Welt, die Zeit unseres Lebens, die Zeit dieses Tages. Wir danken dir für allen Frieden, den du uns zu deiner Zeit gibst und für diesen Tag bereithältst.

Wir bitten dich, lass deine Herrschaft über allen aufleuchten, die heute mit der Finsternis der Angst in ihren Sinnen und Gedanken zu kämpfen haben. Nimm dich derer an, die ohne Hoffnung oder ratlos sind und dennoch zu dir gehören.

Wir bitten dich, gehe denen entgegen, die dich suchen, und führe sie in deine Gegenwart. Lass sie im Vertrauen auf dich ruhig und gelassen bleiben bei allen Schwierigkeiten und Problemen, die sich vor ihnen auftürmen. Erneure unseren Sinn, reinige und stärke uns. Leite unser Herz und unsere Gedanken, dass unsere Ziele mit deinen übereinstimmen.

Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen. Dank sei dir für deine Macht und Güte. Amen.

Jörg Zink


Bewahre uns Gott

Bewahre uns Gott

  1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns auf unsern Wegen.
    Sei Quelle und Brot in Wüstennot,
    sei um uns mit deinem Segen,
     
  2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns in allem Leiden.
    Voll Wärme und Licht im Angesicht,
    sei nahe in schweren Zeiten,
     
  3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns vor allem Bösen.
    Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
    sei in uns, uns zu erlösen,
     
  4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns durch deinen Segen.
    Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
    sei um uns auf unsern Wegen.

 

EG 171


 

Vater im Himmel

Vater im Himmel,
Lob und Dank sei dir für die Ruhe der Nacht, Lob und Dank sei dir für den neuen Tag.
Lob und Dank sei dir für alle deine Güte und Treue in meinem vergangenem Leben.
Du hast mir viel Gutes erwiesen, lass mich nun auch das Schwere aus deiner Hand hinnehmen.
Du wirst mir nicht mehr auflegen als ich tragen kann.
Lass deinen Kindern alle Dinge zum Besten dienen.

Herr, was dieser Tag auch bringt - dein Name sei gelobt.

Amen

D. Bonhoeffer


Ratlos sind wir

Ratlos sind wir, Gott,
und bringen unsere Ratlosigkeit vor dich.
In Sorge um unsere Angehörigen sind wir,
und wir bringen unsere Sorge vor dich.
Bedrückt sind wir,
und wir bringen unsere Angst vor dich.
Dankbar sind wir für alle Menschen, die uns Mut machen,
und wir bringen unseren Dank für sie vor dich.

Mitten hinein in unsere Angst schenkst du uns das Leben.
Du schenkst uns Musik, Gemeinschaft und
die Fürsorge unserer Freunde und Nachbarn.
Du schenkst uns Inspiration, Freundlichkeit und Mut.
Du schenkst uns den Glauben, die Liebe und die Hoffnung.
Dir vertrauen wir uns an – heute und morgen und an jedem neuen Tag.
Amen.


 

Der Herr sei mit dir

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen
und dich zu schützen gegen Gefahren von links und rechts.

Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.

Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst, und dich aus der Schlinge zu ziehen.

Der Herr sei in Dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott.

Amen.


 

Nimm dich ihrer an

Von allen Seiten, Gott, umgibt uns deine heilige Macht.
Von dir kommen wir, und zu dir gehen wir.
Weil du unsere Stärke und unsere Hilfe bist, bitten wir dich.

Für alle, die in Angst und Schrecken leben, für alle, die das Grauen beenden wollen.
Die erschöpft, enttäuscht und hoffnungslos sind, für alle, die keine Kraft mehr haben,
für alle Abgehetzten und Freudlosen.
Die jetzt einsam und ohne Besuch oder Ansprache in unseren Alten- und Pflegeheimen sitzen,
Nimm du dich ihrer an

Wir bitten dich für alle, die krank sind und auf Linderung und Heilung warten,
für alle, die Angst vor dem Sterben haben.
Nimm du dich ihrer an

Amen


 

Psalm 121

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.
Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Psalm 121, Luther 2017


 

Lieber Gott, ich sehne mich nach Normalität.
Nach einem Handschlag, einer Umarmung, einer Berührung.
Lass mich nicht zu lang warten, Gott, hörst Du? Danke.  –
Gott, ich trau mich kaum, es zu sagen.
Aber ich bin auch froh, dass es so anders ist jetzt.
Das Leben fühlt sich friedlicher an als sonst. Freundlicher, langsamer, weniger hektisch.
Für diese Erfahrung danke ich Dir. Und ich bitte dich:
hilf mir dabei, in meinem Herzen zu bewahren, was ich neu sehen lerne in diesen Tagen.

Amen.


 

Gott, das Leben steht still.

Ich sorge mich um meinen Arbeitsplatz.
Vielleicht muss mein Betrieb sterben, damit wir zusammen überleben.
Ich bitte dich: Lass uns einen Weg finden, der gerecht ist für alle - auch für mich.

Amen.

(Stadtpastor Johannes Ahrens, Nordkirche)


Guter Gott, du lenkst die Herzen der Menschen. Allen, die Macht und Verantwortung tragen,
öffne die Augen, Ohren und Herzen, dass sie einsehen, was dem Menschen und dem Wohl
der Völker dient. Mache sie und uns bereit, Frieden und Versöhnung zu stiften. Das bitten wir
durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen lieben Sohn.

Amen